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Targeting – Formen des Targeting (3/5)

1. April 2009 – 15:21

Targeting nach technografischen Kriterien (technisches Targeting)
Bei dieser Form lässt sich z.B. erheben, bzw. ableiten, wie die Einstellung zu Technik und technischem Fortschritt ist.

Durch eine Logfile Analyse erhält man z.B. Informationen über:

  • den Browsertyp, -version (damit kann nur die Werbung ausliefert werden, die der Browser des Users tatsächlich darstellen kann)
  • die IP Adresse (Region für lokale Werbung/ geografisches Targeting)
  • Bandbreite und genutztes Betriebssystem
  1. damit kann indirekt auf Leistungsfähigkeit des Rechners geschlossen werden
  2. in Zielgruppen (IT Affinität) einteilen sowie
  3. Apple, Linux User und den Rest unterscheiden, um nicht für bereits vorhandene Betriebssysteme zu werben.
  4. DSL –Kunden kann somit auch z.B. nur Anbieter-Wechsel-Werbung angeboten werden.

Targeting nach geographischen Kriterien – Allokation von Werbung = welches Land, welcher Sprachraum

  • nach IP-Adresse= IP Targeting
  • nach Nutzerprofil
  • nach dem inhaltlichen Kontext
  1. IP-Adresse = Standort Rechner, ein deutscher User auf ausländischer Site kann trotzdem deutsche Werbung erhalten. (Kostenvorteile)
    Es kann aber auch schwierig sein, da Provider ihren Usern wechselnde IP–Adressen zuweisen oder User über Firmennetze nicht lokalisiert werden können.
  2. Nutzerprofil = i.d.R. geben Nutzer ihren Herkunftsort korrekt an.
  3. Kontextbezug = Sucheingabewörter (z.B. Berlin Hotel) wie bei Suchwortvermarkter. Voraussetzung für regional oder local Targeting = (30% der Suchanfragen bei Google weisen einen lokalen Bezug = local search auf, Quelle: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.)


Targeting nach zeitlichen Kriterien – Targeting nach dayparts

Durch Rückkanalfähigkeit des Internets kann die Auslieferung an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten Tageszeiten erfolgen.
D.h. Zielgruppen zu bestimmten Zeiten gehäuft online erreichen.
Basis = Nutzungsmotive sind unterschiedlich im Tages oder Wochenverlauf, bzw. in der Arbeit und Freizeit.

Targeting nach soziodemographischen Merkmalen
– Geschlecht, Alter, formale Bildung, Wohnort, Haushalts- Einkommen.
United Internet Media AG fragt z.B. Alter, PLZ, Haushaltsnettoeinkommen, Haushaltsgröße und Berufsstand ab.

Beispiel
So kann Werbung z.B. ausschließlich an Männer zwischen 40 und 50 , im Umkreis von ca. 50 km von Berlin, mit mehr als 3.000 Euro Einkommen, ausgeliefert werden.

Targeting nach Affinitäten

1. Bei einer Anmeldung können Interessen und Hobbies erfragt werden
2. oder am konkreten Verhalten erkannt werden = Behavioral Targeting

Behavioral Targeting
Besucht ein User ein Interessengebiet mehrmals, ist der Ad Server so programmiert, dass er von einer Affinität ausgeht und entsprechend inhaltlich passende Werbung ausliefert.
Auch kann gezielt ermittelt werden, welche User reagieren auf welche Signal-Wörter in Bannern?

Targeting nach Milieus

Werbung anhand von Lebenswelten (wie bei klassischen Medien mit den Sinus-Milieus bekannt)

Targeting in der Suchwortvermarktung

Die Suchwortvermarkter selbst sprechen in diesem Zusammenhang nicht vom Targeting (trotz zielgerichteter Auslieferung) , Google AdWords ist ein bekanntes Beispiel.

Retargeting
Warenkorbabbrecher erhalten eine Kennung. Nutzer, die einen Onlineshop kurz vor dem Kauf verlassen haben, können gezielt angesprochen werden. Voraussetzung dafür ist ein großes Werbenetzwerk.

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